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Arni

Anleitung zur korrekten Einstellung eines Monitors

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Einstellen eines S/W-Monitors (Suchermonitor)

Die Einstellung eines Schwarz/Weiß-Monitors wie z.B. eines Suchermonitors an der Kamera erfolgt stets mit Hilfe des Farbbalkens (Color Bars). Zuerst wird mithilfe des Helligkeitsregler (Brightness) der schwarze Balken ganz rechts so eingestellt, dass gerade noch eine Zeichnung zu erkennen ist. Der so genannte Schwarzwert sollte messtechnisch bei 3% des gesamten Bildsignals (fernseh-technisch: Bildaustastsignal, kurz: BA) liegen!

Anschließend erfolgt mit dem Kontrastregler (Contrast) die Einstellung der Verstärkung (Gain) unter Beobachtung des weißen Balkens ganz links. Dieser ist an die hellste Lichtquelle bzw. leuchtende Fläche, also an die - wie wir sagen - maximale Umgebungsleuchtdichte, anzupassen. Gegebenenfalls ist der Vorgang zu wiederholen bis man eine optimale Abstimmung gefunden hat. Die Einstellung des Suchermonitors muss bei jedem Drehortwechsel mit veränderten Lichtverhältnissen erfolgen, da sich das Auge an die Umgebungsleuchtdichten anpasst, nicht aber der Monitor! Da der verantwortliche Kameramann das Bild im Sucher nach belichtungstechnischen Aspekten beurteilen und abnehmen muss und sich seine Augen durch eine ganz individuelle Lichtempfindlichkeit von anderen unterscheiden, ist es unabdingbar, dass er selbst die Einstellung des Suchers für seine speziellen Erfordernisse vornimmt.

Einstellen eines Farb-Monitors

Im ersten Schritt wird die Farbe komplett herausgenommen. Dies geschieht entweder am Chromaregler oder am so genannten COLOR-OFF Schalter. Außerdem bringen wir den Monitor in den Under Scan-Modus, wodurch wir das gesamte Kamerabild und ein Teil des Cache (Rahmung) sehen können.

Nun erfolgt die Einstellung wie bei einem S/W-Monitor. Also erst den Schwarzwert mithilfe des Helligkeitsreglers und anschließend die Verstärkung mithilfe des Kontrastreglers einstellen.

Für die korrekte Kalibrierung der Farbsättigung gibt es zwei gebräuchliche Verfahrensweisen. Die schnelle BLUE ONLY-Variante oder die genauere aber auch zeitaufwendigere Lupen-Variante.

  • BLUE ONLY-Variante:
    Nachdem wir die COLOR OFF-Schaltung wieder deaktiviert haben, schalten wir nun in den BLUE ONLY-Status. Nun wird die Farbsättigung mit Hilfe des Farbreglers (CHROMA) soweit erhöht, bis die drei schwarzen Balken an Position 3, 4 und 7 (cyan, magenta und blau) gerade so den Graubereich verlassen und einen übereinstimmenden Schwarzwert erreicht haben.
    Abschließend ist der BLUE ONLY-Status wieder zu deaktivieren und das nun vorliegende unverfälschte Farbbalken-Bild endgültig vom lichtsetzenden Kameramann auf seine Wiedergabe-Treue abnehmen zu lassen.
    Ein nachträgliches Verstellen eines Reglers am Monitor kann zu nicht unerheblichen Auswirkungen für die Bildbeurteilung und damit zur Bildaufnahme führen!
  • Lupen-Variante:
    Hier wird nach Beendigung der S/W-Einstellungen die Farbsättigung soweit erhöht, dass im Purpurbalken gerade so keine grünen Punkte (Pixel) mehr wahrzunehmen sind. Der Purpurbalken wird hierbei mit einer Lupe (in Ermangelung derselben tut es auch die extubierte Sucherlupe des Viewfinders) beobachtet um zu bestmöglichen Ergebnissen zu gelangen. Auch hier muss das Endergebnis vom lichtsetzenden Kameramann abgenommen werden, da er allein die Verantwortung für das aufgenommene Bild trägt.


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