während die Branche noch über die ESC-Premiere der ALEXA 35 Live diskutiert, hat ARRI heute den nächsten strategischen Paukenschlag gesetzt. Das Münchner Unternehmen verkauft sein globales Rental-Geschäft in Europa, Großbritannien und Nordamerika an den britischen Investor H2 Equity Partners. Illumination Dynamics bleibt bei ARRI und ist von der Transaktion ausgenommen. Der Deal läuft als Management Buy-out, geführt vom bisherigen britischen Rental-Führungsteam um Dana Harrison, Russell Allen und Tamim Essaji. Finanzielle Details wurden nicht genannt.
Beim WM-Auftakt am vergangenen Donnerstag, dem 11. Juni war es so weit: Der brasilianische Schiedsrichter Wilton Sampaio trug eine Kamera am Kopf, und Millionen sahen zum ersten Mal bei einer WM den Fußball aus der Perspektive des Unparteiischen. Was nach einer netten Spielerei für die Zuschauer aussieht, ist technisch und berufspolitisch eine kleine Sensation, und die Hintergrundgeschichte ist deutscher, als die meisten ahnen. Zeit für einen genaueren Blick.
Morgen rollt der Ball, und während sich der Rest der Republik über Kader-Nominierungen und Anstoßzeiten streitet, schauen wir auf das, was uns wirklich interessiert: Wie produziert man eigentlich 104 Spiele in 16 Stadien, verteilt über drei Länder und vier Zeitzonen, ohne dass die Crews dabei mehr Zeit im Flieger als am Sucher verbringen? Die Antworten von FIFA und Host Broadcast Services (HBS) sind teilweise erwartbar, teilweise bemerkenswert, und an einer Stelle ziemlich lehrreich für alles, was nach dieser WM im AÜ-Bereich kommt.
Es ist gerade einmal zweieinhalb Jahre her, da feierte der MDR den großen Coup. Im Januar 2024 zog das ARD-Mittagsmagazin vom RBB in Berlin nach Leipzig, sendete erst aus einem virtuellen Set und wenig später vor Real-Deko aus dem Studio 1 der MDR-Zentrale in Leipzig, das es sich nach weiteren Umbau-Arbeiten bis heute mit „MDR um Vier“ teilt. Mit der Übernahme verlängerte sich die Sendezeit von einer auf zwei Stunden. Der MDR baute eigens eine neue Gemeinschaftsredaktion „Tagesmagazine und Dialog“ auf, und Tino Böttcher sowie Mariama Jamanka wurden zu den neuen Gesichtern eines Formats, das sich „bundesweite Sichtbarkeit ostdeutscher Lebenswirklichkeiten“ auf die Fahnen geschrieben hatte. Jetzt, im Mai 2026, ist klar: Der MDR wird das „Mima“ schon im ersten Halbjahr 2027 wieder abgeben. Wie zuerst DWDL.de berichtete, läuft intern bereits die Übergabe-Planung an den NDR, am Donnerstag wurden die Kolleginnen und Kollegen in Leipzig informiert.