Beiträge von Fernseh-Kameraleute.de

    Am 6. Januar diesen Jahres fand in München die vom Bundesverband der Fernsehkameraleute initiierte Veranstaltung "Faires Geld für Bild und Ton" statt - wir berichteten. Nun wurde auch das Filmmaterial veröffentlicht, das während der Podiumsdiskussion im Münchner Presseclub entstand und den Verlauf der Veranstaltung in seiner Gesamtheit wiedergibt. Anschauen lohnt sich, da die dort geschilderten Sachverhalte wohl allerortens ähnlich auftreten und damit die meisten freischaffenden Kollegen in unserer Branche betreffen dürften. Podiumsredner waren:

    [*]Ertunc Eren (connex.av)[*]Dietmar Lyssy (Produzent)[*]Stefan Nowak (Kameramann und BVFK-Mitglied)[*]Wolfgang Nadvornik (Moderator der Veranstaltung)[*]Wolfgang Hannemann (2. Vorsitzender des BVFK)[*]Gerald Fritzen (Vorstandsmitglied im BVFK)[/list]

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    Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft sucht für den neu gebildeten Kamerapool ENG/Live am Arbeitsort Bern, Nationale Services, Produktionszentrum Bundeshaus einen motivierten und führungserfahrenen Teamleiter als

    Chef-Kameramann/frau 100%

    Was sind Ihre Aufgaben?

    • Fachliche Teamleitung des Teams Kamerapool mit zehn Festangestellten und rund zwanzig freien, externen Kameraleuten in den Fachgebieten ENG, Live/Studio und Remote-Kamera
    • Erstellung und Umsetzung von Lichtkonzepten und Lichtplänen im Studio
    • Bedienung der Lichtregiepulte bei Sendungen aller Schwierigkeitsgrade
    • Kameraführung bei ENG- und Liveproduktionen sowie Führen von fernbedienten Kameras bei Pressekonferenzen, inkl. einfachem Bildschnitt
    • Aus- und Weiterbilden von Kameraleuten in allen Fachgebieten, inkl. Lichtgestaltung
    • Aktives Mitarbeiten an Projekten des Bereichs Radio- und TV-Produktionen
    • Erstellung von Dienst- und Ferienplänen des Teams zuhanden der Dispo
    • Evaluation und Selektion von Neuanschaffungen in Zusammenarbeit mit der Leitung

    Was bringen Sie mit?

    • Abgeschlossene Ausbildung als Kameramann/Kamerafrau
    • Ausgewiesene Weiterbildung im kameratechnischen und gestalterischen Bereich
    • Langjährige Berufserfahrung als Live- und ENG-Kameramann/frau
    • Fundierte Kenntnisse der Produktionsinfrastruktur und der Produktionsprozesse
    • Beherrschen der Lichtgestaltung bei Studio- und Aussenproduktionen
    • Gute Kenntnisse von VectorWorks, Word, Excel, u.ä.
    • Gute Kenntnisse in Deutsch oder Französisch und in mindestens einer zweiten Landessprache

    Was können Sie erwarten?

    • Wir bieten Ihnen eine spannende und herausfordernde Stelle in einem nicht alltäglichen Umfeld von Radio und Fernsehen mit viel Spielraum für selbständiges Handeln
    • Fortschrittliche Anstellungsbedingungen und gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten
    • Technisch modern eingerichtete Arbeitsplätze im Medienzentrum des Bundes

    Wir freuen uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen inklusive Foto mit dem Kennwort CH-KAM/PZ BDH.

    SRG SSR, Personalmanagement, Herr Rolf Saxer, Giacomettistrasse 1, 3000 Bern 31 oder [email='']bewerbung@srgssr.ch[/email]

    Ihre Fragen beantwortet gerne Herr Patrick Rosset, Leiter Radio- und TV-Produktionen , Telefon 031 326 32 67.

    http://www.srgssr.ch/nc/de/jobs/

    Hans-Joachim Esser-Mamat ist in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Bundesverbandes der Fernsehkameraleute am Abend überraschend zurückgetreten.

    Zitat

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, aufgrund von Entwicklungen im Vorstand des BVFK trete ich von meinem Amt als Vorsitzender des Bundesverbandes der Fernsehkameraleute (BVFK) zum 31. Dezember 2011 zurück.

    Ich bedanke mich bei allen, die mich in den vergangenen drei Jahren beim Aufbau unseres Verbandes unterstützt haben und wünsche dem Verband für die Zukunft alles Gute.

    Hans-Joachim Esser-Mamat

    Näheres zu den Gründen der plötzlichen Rücktrittsankündigung war bis zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht zu erfahren. Der Bundesverband war aber in der jüngeren Vergangenheit durch einen stagnierenden Mitgliederzuwachs aufgefallen.

    Der Norddeutsche Rundfunk sucht für seine Abteilung Kamera und EB eine/einen Abteilungsleiterin/Abteilungsleiter.

    Der NDR hat die Gleichstellung von Frauen und Männern zum Ziel. Deshalb sind Bewerbungen von Frauen besonders erwünscht.

    Aufgaben:

    • Leitung der Abteilung Kamera und EB
    • Verantwortliche Personalführung und Personalentwicklung durch zukunftsweisende Fortbildung, bei Integration berufsständischer Interessen in einem sich stetig verändernden Umfeld
    • Verantwortung für Produktionsrealisierung in den Bereichen Elektronische Berichterstattung, Kameraaufnahme im Studioumfeld wie auch in der Außenübertragung
    • Steuerung eines effizienten Personal- und Sachmitteleinsatzes unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Kriterien bei Wahrung von Tarifverträgen und gesetzlichen Rahmenbedingungen
    • Kostenstellenplanung und –bewirtschaftung unter Einsatz von Controllingdaten/-instrumenten
    • Personalbeschaffung in Form von Eigenkapazität wie auch Akquise und Pflege des freien Marktes
    • Optimierung der Schnittstellen zu anderen Organisationseinheiten sowohl direktionsintern als auch extern
    • Technische Investitionsplanung unter Berücksichtigung der technischen Entwicklung und NDR-interner Anforderungen
    • Einhaltung der gesetzlichen und NDR-spezifischen Auflagen bei Arbeitsplatzgestaltung und der Arbeitssicherheit.

    Voraussetzungen:

    • Abgeschlossenes Studium als Diplom-Ingenieur/in der Nachrichten-/Medienbetriebstechnik beziehungsweise vergleichbare Kenntnisse sowie langjährige Berufserfahrung im Produktionsbereich Fernsehen
    • Führungserfahrung
    • Gute Kenntnisse der Strukturen und Abläufe im Produktionsbetrieb
    • Nachgewiesene Erfahrungen auf dem Gebiet der Kostenstellenplanung und der verantwortlichen Steuerung von Personal- und Sachmittelkapazitäten
    • Gute Kenntnisse von Produktionsabläufen/-anforderungen in der EB-Akquisition (Bild + Ton) sowie der Kameraaufnahme im Studio-/AÜ-Bereich
    • Selbstständige, strukturierte und zielorientierte und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
    • Erfahrung im Umgang und Einsatz von Bürokommunikationssoftware (MS-Office, LotusNotes) sowie Kenntnisse in PRODIS und relevanten SAP-Anwendungen
    • Bereitschaft zur kontinuierlichen und eigenverantwortlichen Weiterbildung im zu besetzenden Aufgabengebiet
    • Sehr gute Kommunikations- und Konfliktfähigkeit im Einklang mit sozialer Kompetenz
    • Zuverlässigkeit und Loyalität bei der Umsetzung von Unternehmenszielen
    • Körperliche und psychische Belastbarkeit
    • Gute Englischkenntnisse.

    Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen sind uns willkommen. Sie werden bei gleicher Eignung und Befähigung vorrangig berücksichtigt. Eine Teilzeitbesetzung ist gegebenenfalls möglich.

    Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns über Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen einschließlich Gehaltsvorstellung mit Angabe der Kennziffer 105-2009. Der Bewerbungsschluss ist der 30. Oktober 2009.

    Norddeutschen Rundfunk

    Personalabteilung

    Fred Weidig

    Rothenbaumchaussee 132, 20149 Hamburg

    bewerbung-pb2@ndr.de

    (Quelle)

    Laut einem Bericht des Internetportals Digital Fernsehen wollen ARD und ZDF die analoge Ausstrahlung ihrer Rundfunkprogramme im Frühjahr 2012 einstellen. Dies hatten ZDF-Intendant Markus Schächter und der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust vor Beginn der IFA in Berlin angekündigt.

    Die Abschaltung sei laut Schächter erst dann sinnvoll, wenn 90 Prozent aller Fernsehempfangsgeräte "für den digitalen Empfang geeignet sind". Augenblicklich sei dies wohl bei ca. 40,7 Prozent der Geräte der Fall. Die dann frei werdenden Frequenzen aus der analogen Satelliten-Ausstrahlung sollen unter anderem für weitere HDTV-Kanäle der Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten verwendet werden.

    Bildnachweis: © ARD/ZDF

    Es soll die Erklärkompetenz des ZDF stärker herausstellen, so die Kernaussage des Mainzer Senders. Man will dem Zuschauer mit einem neuen, klaren und präzisen Design Zusammenhänge besser und verständlicher dargestellen.

    Mit 3-D-Modellen und 3-D-Animationen, die während der Moderationen in den virtuellen Raum projeziert werden, gehen die "heute"-Nachrichten und das "heute-journal" am 17.Juli erstmals auf Sendung. Bei aller hochmodernen "Effekten-Show", die sich das ZDF 30 Millionen Euro kosten ließ, sei man allerdings sehr darum bemüht, dass die Nachrichtenvermittlung im virtuellen Raum nicht an Glaubwürdigkeit verliert.

    "Virtualität ist kein Selbstzweck. Es geht um die Veranschaulichung von Nachrichten. Das ZDF hat im Wettbewerb der Nachrichtensendungen eine Uniqueness, die uns die Zuschauer in Umfragen bestätigen. Das ist die Erklärkompetenz. Diese Kompetenz können wir jetzt weiterentwickeln und stärken", erklärt Kommunikationschef Stock in einem Gespräch mit dem Medienmagazien DWDL.de.

    "Realität wird nicht vorgespielt und nicht imitiert; für den Zuschauer ist jederzeit erkennbar, dass sich alles, was er sieht, in einem Nachrichtenstudio abspielt", so Elmar Theveßen, stellvertretender Chefredakteur des ZDF und Leiter der Hauptredaktion Aktuelles. "Wir können nun die verständlichsten Nachrichten im deutschen Fernsehen produzieren und sie

    mit der hohen Glaubwürdigkeit unserer Moderatorinnen und Moderatoren verbinden."

    Mittelpunkt des rund 700 Quadratmeter großen "Greenscreen-Studios" ist die aus drei Flügeln bestehende Moderationsinsel aus Nussbaumholz, Acrylglas und Kunstleder. An dieser werden künftig die ZDF-Moderatoren im Stehen moderieren und sich von dort variabel im virtuellen Erklärraum bewegen. So sollen die Nachrichten nicht mehr wie bisher ausschließlich vom festen Standort des Moderationspultes präsentiert werden, sondern man will den Fernsehzuschauer praktisch an die Hand nehmen und ihn zur Veranschaulichung komplexer Zusammenhänge an virtuell geschaffene Erklärmodelle heranführen.

    Eine technische Besonderheit ist dabei der Einsatz von zwei Kamerarobotern, die auf Industrierobotern aus dem Automobilbau basieren. Mithilfe von Mikrochips, die im Boden eingebettet sind, können sich die selbstfahrenden Kameras im Raum bewegen und übertragen dabei ihre Positions- und Brennweiteninformationen auf deren Grundlage dann wiederum die computergenerierten Objekte bewegt und platziert werden können.

    Steffen Seibert wird am kommenden Freitag um 19.00 Uhr mit der "heute"-Sendung das virtuelle Studio in Mainz einweihen. Um 21.45 Uhr werden dann Claus Kleber und Gundula Gause demonstrieren, was für Vorteile die neue Technik für das "heute-journal" bietet. Wer vorab schonmal einen exklusiven Blick ins neue ZDF-Nachrichtenstudio werfen möchte, der findet die ersten Bewegtbildaufnahmen beim Medienmagazin DWDL.de.

    Bildnachweise: © ZDF / Carmen Sauerbrei / Berthold Lithjes / Horst Schick

    Die Gewinner des 19. Deutschen Kamerapreises stehen fest und wurden am vergangenen Sonntag im Rahmen des medienforum.nrw in der Kölner Vulkanhalle im gewohnten festlichen Rahmen geehrt. Es wurden insgesamt zehn Kameraleute und Cutter ausgezeichnet und wir freuen uns ganz besonders für unseren Fernsehkollegen und gratulieren ihm hiermit ganz herzlich zu dieser verdienten Ehrung.

    Den Deutschen Kamerapreis 2009 in der Kategorie "Bericht / Reportage" erhielt:

    Jürgen Dahlhoff für die Reportage "Unsere Vertreibung 1968 – Der Weg der polnischen Juden"

    Die Autorin des Films übernahm die Laudatio und war zugleich die Person, welche von Jürgen Dahlhoff in Polen mit seiner Kamera begleitet wurde. Lidia Drozdzyski sagt über seine Kameraarbeit:

    "Der Titel mutet sehr ernst und schwer an. Doch die Bilder , die diese Geschichte erzählen, sind voller Poesie, Liebe zu den Protagonisten, und kommen mit so einer melancholischen Leichtigkeit daher. Ich habe Jürgen Dahlhoff als einen Mann kennen gelernt, der seine Bilder eigentlich nicht künstlich gestaltet. Er läßt ihnen einen freien Lauf. Sie sind natürlich. Die sind nicht ausgeleuchtet. So fühlt er sich glaub ich am besten.

    Ich möchte ihnen eine kleine Geschichte aus Warschau erzählen. Und zwar eine Szene. Ein kleiner Raum. Ein sehr kleiner Raum, dadrin drei Personen. Wir unterhalten uns polnisch. Jürgen versteht kein einziges Wort. Er tanzt mit der Kamera um uns herum, folgt den Gesten, der Mimik, er spürt Stimmungen auf. Und dann die Aufnahmen. Dramaturgisch gesehen auf den Punkt genau. Und die Wirkung dieser Bilder habe ich zum ersten Mal gemerkt, als wir das Material mit unserer Cutterin gesichtet haben. Und sie heulte dabei, weil sie von diesen Bildern so berührt war - von ihrer Ästhetik."

    Dass die Wirtschaftskrise auch beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk angekommen ist, haben wir in den vergangenen Wochen und Monaten bereits erlebt. Bei der gestrigen Personalversammlung des Hessischen Rundfunks stellte Intendant Dr. Helmut Reitze ein Sparpaket in Höhe von 64 Millionen Euro für die laufende Gebührenperiode vor. Dabei fällt der Anteil für die Fernsehabteilung, der bis 2012 eingespart werden soll, mit 2,9 Mio. Euro noch relativ moderat aus.

    Konkret stehen für den Sender vor allem die Nichtbesetzung von 24 Planstellen, sowie weitere Einsparungen im Zuge der laufenden Tarifverhandlungen mit freien Mitarbeitern auf der Tagesordnung. Das Fernsehen verliert darüber hinaus mit "Koch was draus" und dem "hessenjournal" gleich zwei komplette Formate. Auch will man die Gelder für unterhaltende Sendungen entsprechend einkürzen.

    Als Ersatz für das halbstündige "hessenjournal" will man eine werktäglich laufende 15-minütige Nachrichtensendung fahren. Man will damit offensichtlich den Eindruck vermeiden, dass man an der regionalen Berichterstattung spare. Darüber hinaus sollen zusätzliche Mittel für die aktuelle Berichterstattung bereit gestellt werden, um im Tagesverlauf häufiger als bisher ein Kurznachrichten-Format zu etablieren. Auch will man in Zukunft landespolitische Großthemen wie derzeit Opel finanziell besser ausstatten.

    Für hr-Intendant Dr. Helmut Reitze steht fest: "Das wichtigste Ziel ist es, die Eigenständigkeit des hr zu erhalten. Dabei soll so wenig wie möglich im Programm gespart werden. Die Einsparungen schaffen zudem neue Spielräume für innovative Programmideen."

    Bildnachweis: Logo des HR, © HR

    Wie der Norddeutsche Rundfunk heute bekannt gab, wird im Laufe des morgigen Abends die hauseigene Mediathek des Senders ihren Betrieb aufnehmen. Internetnutzer können dann unter http://www.ndr.de/mediathek kostenlos auf aktuelle Sendungen des Fernseh- und Radioprogramms zugreifen. Auch sogenannte Livestreams von gerade laufenden Sendungen können dann in Echtzeit angeschaut werden. Für eine Individualisierung des Angebots werden eine Stichwortsuche, eine Merkliste sowie eine Empfehlen-Funktion bereitgestellt.

    Der Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks hatte dem Vorhaben Ende März zugestimmt. Damit wurde laut NDR der bundesweit erste so genannte "Drei-Stufen-Test" abgeschlossen. Im Rahmen dieses Tests, der auf freiwilliger Basis stattfand, hatte der NDR Rundfunkrat vorab darüber zu befinden, inwieweit das Angebot den demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Gesellschaft entspricht, in welchem Umfang es in qualitativer Hinsicht zum publizistischen Wettbewerb beitragen wird und welcher finanzielle Aufwand dafür erforderlich ist. Intendant Marmor zeigte sich zufrieden: "Ich bin froh, dass wir jetzt starten können. Im Laufe der Zeit werden wir das Angebot weiter ergänzen und verbessern."

    Bildnachweis: Logo des NDR, © NDR