Beiträge von Arni

    Der Norddeutsche Rundfunk bittet um eure Mithilfe!

    Zitat:
    "Beim NDR haben wir in den letzten Jahren mehrfach, in letzter Zeit gehäuft, diese technische Störung beobachtet: PDW-700-Kameras befinden sich nach dem Einschalten, z.B. nach einem Akkuwechsel, ohne Zutun des Kamerateams in Werkseinstellungen. Erkennbar ist das u.a. daran, dass in den Einstellungen FORMAT > COUNTRY die „NTSC(J) AREA“ eingestellt ist und die Aufzeichnung (SYSTEM FREqUENCY) in „59,9i“ erfolgt. Natürlich sind alle sonst gemachten Settings nicht mehr verfügbar. In etlichen Fällen sind auch intern gespeicherte LensFiles nicht mehr vorhanden. Wenn dies durch das Kamerateam nicht sofort bemerkt wird, entsteht Drehmaterial, das vor der Bearbeitung Framerate-konvertiert werden muss, also qualitativ eingeschränkt ist. Diese Prozedur ist zudem mit zusätzlichem Zeitaufwand verbunden, so dass nicht in allen Fällen die erforderliche Bearbeitungszeit bis zur Sendung ausreichend ist.


    Der NDR stuft dies als schwerwiegenden technischen Fehler ein, der die Betriebssicherheit einschränkt. Im Kontakt mit dem Hersteller ist es gelungen, den Auslöser dieses Problems einzugrenzen. Es ist das AT-Board, betroffen ist eine bestimmte Charge. Wir ziehen diese Schlussfolgerung, da das Problem nach einem Tausch dieses Boards nicht mehr auftritt. Ebenso hat Sony in neueren Kameras veränderte Boards verbaut.


    Gegenüber dem NDR argumentiert Sony, dieser Fehler sei weltweit nur beim NDR aufgetreten. Mit Hinweis darauf wird bisher eine Kostenübernahme des Board-Tauschs abgelehnt.


    Wir bitten daher alle NDR-Vertragspartner sowie andere Sender um Mithilfe. Wenn Sie bei der Produktion mit der PDW-700 ebenfalls die o.a. Beobachtungen gemacht haben, also unerwartet und unerklärlicherweise Werkseinstellungen anstelle eigener Settings aktiv waren, bitten wir Sie um einen kurzen Hinweis an diese Email:


    ndrkamerahotline@ndrmobil.de


    Bitte teilen Sie uns die Serien-Nr. Ihrer PDW-700 mit. Es wäre schön, wenn Sie uns einen Ansprechpartner mit Telefon-Nr. benennen können, der dieses Phänomen selbst erlebt hat. Dazu würden wir dann gern einige Rückfragen stellen. Bei dieser Gelegenheit geben wir Ihnen auch Zusatzinformationen zu unseren Erkenntnissen und werden Sie bei Bedarf über den Fortgang dieser Angelegenheit informieren."


    NDR Hamburg | Abteilung Kamera und EB | 040/4156-4216

    02.09.2013

    Hallo und willkommen im Forum!


    Ich fürchte sowas wie Referenz-Settings der Öffentlich-Rechtlichen hat es zum Zeitpunkt, als jene Digi-Beta Camcorder aktuell waren, noch nicht gegeben. Zumindest ist mir diesbezüglich nichts bekannt.


    Sowas gab es wenn, dann Anstaltsintern bzw. Produktionsintern. So erinnere ich mich zum Beispiel an meine Zeit als 1. Assi beim WDR in Köln zurück, wo wir für die Fernsehserie "Die Anrheiner" auf Digi-Beta gedreht hatten und jeden Morgen die Speicherkarten mit den Settings einzulesen hatten.

    Die Karten waren heilig, da es damals noch keine Möglichkeit gab den Inhalt selbiger irgendwo anders zu backuppen wie das heute beispielsweise mit den SD-Karten der Fall ist. Die einzige Möglichkeit die Daten weiterzugeben, war über die Kamera als Schreib- und Lesegerät selbst.


    Aber selbst heute im Zeitalter des Internets habe ich noch keine senderübergreifenden Kamera-Setups gefunden, die dann für alle Anstalten zur Verwendung angeboten würden. Das macht jeder Sender mehr oder weniger eigenverantwortlich im Haus.


    Beim Mitteldeutschen Rundfunk in Leipzig bekommt zum Beispiel jeder Kameramann seine eigene SD-Karte mit dem vom Sender erarbeiteten Standard-Setting, das er vor jedem Drehtag einzulesen hat. Hier und da spielt da Kollege XY sicher noch etwas daran herum, da ja auch von Sendeformat zu Sendeformat andere visuelle Anforderungen gestellt werden. Das liegt aber in der Verantwortung jedes einzelnen Kameramanns, der sich da heran wagt.


    Bislang habe ich allerdings nicht mitbekommen, dass es da einen Austausch mit anderen formatgleichen Anstalten gibt (ZDF, ORF), obwohl es ja einen gewissen Sinn machen würde. Man muss das Rad ja nicht jedesmal neu erfinden, nicht wahr?

    Wie ich gerade lese, steht es nicht sonderlich gut um die KSK. Weil zahlreiche Verlage und Unternehmen keine Abgaben mehr an die Künstlersozialkasse entrichten, könnten der KSK künftig jährliche Einnahmen zwischen 40 und 50 Millionen Euro fehlen.


    Der Abgabesatz könnte deswegen im nächsten Jahr auf 6,0% und in den Folgejahren noch deutlich höher steigen. Dies würde die Akzeptanz des kompletten Systems in Frage stellen.


    Sollte es Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nicht gelingen eine Gesetzesänderung durchzubringen, welche ein verschärftes Kontrollverfahren vorsieht, könnte dies das Aus der Künstlersozialkasse bedeuten.

    Hallo cybman,

    ich hatte mir damals, kurz vor meinem Kamerastudium eine Vorgängerversion dieses Buches zugelegt.

    Da sich die Technik in den vergangenen Jahren so rapide weiterentwickelt hat und sich auch in den nächsten Jahren weiter verändern wird - Stichpunkt Festspeichermedien, HD, Ultra-HD - müssen auch die Autoren solcher Fachbücher immer schneller arbeiten und in immer kürzeren Abständen neu auflegen, um einigrmaßen up to date zu bleiben. Andere Sachen wie zum Beispiel die ganze Optik verändern sich dagegen natürlich fast gar nicht.


    Dieses Buch sollte einem ganz gut die Grundlagen der Kameratechnik vermitteln können, so man bereit ist sich da entsprechend einzuarbeiten. Ich kann mich noch daran erinnern, dass dies nicht die leichteste Lektüre war. Während des Kamerastudiums war ich allerdings im Nachhinein froh darüber, dass ich zu diesem Zeitpunkt dann schon über einen grundlegenden theoretischen Wissensschatz verfügte und entsprechend weniger Neues in den Vorlesungen auf mich einprasselte.

    Interessante Entwicklung. Ich hatte mich von Anfang an gewundert, das die Rundfunkanstalten einfach so eine Regelung für sich beanspruchen, die exklusiv von einem einzigen Bundesland gewährt wurde. Das wirft natürlich nicht gerade das beste Licht auf die verschiedenen Juristischen Abteilungen der Sender, da doch selbst dem normalen Bürger bekannt sein dürfte, dass Finanzamtfragen immer Ländersache sind.