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Geschrieben von: Arni
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Freitag, den 26. Februar 2010 um 18:00 Uhr |
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Die WDR mediagroup digital GmbH, ein Unternehmen der WDR mediagroup, dem kommerziellen Mediendienstleister des WDR, hat beim Schweizer Unternehmen JORDI AG Communication das digitale Archivierungssystem A.D.A.M (Automated Digital Archive Migration) bestellt. Man will zukünftig mit A.D.A.M das bestehende Videoarchiv des WDR in ein digitales, filebasiertes Archiv überführen. Dabei sollen die vorliegenden Kassetten-Formate Betacam, Betacam SP, Betacam SX, Digital Betacam und IMX in das IT-taugliche MXF-Dateiformat umgewandelt werden.
„Unsere Aufgabe ist es, die Programminhalte des WDR auch technisch dauerhaft und zukunftsfest für die Zuschauer zu erhalten. Um dies so wirtschaftlich wie möglich zu realisieren, haben wir uns für A.D.A.M entschieden. Mit diesem weltweit einzigartigen System können wir die Digitalisierung effizient umsetzen“, erläutert Friedrich Reusch, Geschäftsführer der WDR mediagroup digital.
A.D.A.M wurde auf Basis eines Standard-Industrieroboters entwickelt und ermöglicht dadurch kosteneffizientes und leistungsfähiges Arbeiten. Das komplette System benötigt für seinen Betrieb eine Stellfläche von 25 m² und der Industrieroboter selbst bringt eine viertel Tonne Eigengewicht auf die Waage. Es können bis zu 740 Kassetten für einen automatisierten Digitalisierungsvorgang zwischengelagert werden, so dass ein völlig autonomes Arbeiten von drei Tagen ohne jeglichen Eingriff durch den Menschen möglich ist. Damit können laut Hersteller pro Jahr maximal 40.000 Stunden Videomaterial digitalisiert werden.
Vor dem eigentlichen Digitalisierungsvorgang werden die Bänder zunächst von Staub und Abrieb gereinigt und auf Spurdefekte geprüft. Während der Digitalisierung wird jede Spur (Bild, Ton und Timecode) einzeln überprüft und in einem Logfile abgelegt. Diese werden vom System analysiert, welches zudem überprüft, ob die Spuren auf dem Tape ein einwandfreies Kopieren zulassen. Sollte dem nicht so sein, wird nach einer erneuten Reinigung des Bandes der Digitalisierungsprozess nochmals durchlaufen.
Die Zuführung der Kassetten zur Digitalisierung erfolgt dann mittels eines Ein-/Ausgangs-Karussells. Der Roboterarm greift sich die zwischengelagerte Kassette aus dem Karussell und verbringt diese in eine IMX-Abspielmaschine von Sony. Dort angekommen, stellt das System selbstständig Beginn und Ende der Aufzeichnung fest — sowohl bei Einzelbeiträgen wie bei Sammelkassetten mit mehreren Beiträgen. Daraus wird ein Bandinhaltsverzeichnis generiert und eine 1:1-Kopie einer jeden Kassette im MXF-Format erzeugt. Hierbei wird eine Videodatenrate von 50 Mbps im I-Frame only-Modus benutzt. Die so erzeugten MXF-Files werden dann auf Datenbänder überspielt, die zusammen mit einer Migrations-Dokumentation den Output von A.D.A.M darstellen.
Quelle: JORDI AG - Communication
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