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Gerichtsurteil zu Aufnahmen mit versteckter Kamera PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: RTL   
Montag, den 08. März 2010 um 15:32 Uhr

OLG Düsseldorf hebt einstweilige Verfügung gegen Drehs mit versteckter Kamera im RTL-Prozess auf

Logo: RTL Mit dem heute ergangenen Urteil hat das Oberlandesgericht Düsseldorf die einstweilige Verfügung des Landgerichts Düsseldorf gegen die Anfertigung versteckter Kamerabilder durch RTL in einer Arztpraxis in Düsseldorf aufgehoben. In dem Urteil des OLG heißt es wie folgt: „Die einstweilige Verfügung des Landgerichts Düsseldorf vom 14.07.2009 wird aufgehoben und der Antrag des Antragstellers auf ihren Erlass zurückgewiesen.“ Rechtsanwalt Prof. Dr. Elmar Schuhmacher, der den Sender in diesem Fall beraten hat, bezeichnet das Urteil als „Sieg für den investigativen Journalismus!“

Auslöser für den Rechtsstreit waren Filmaufnahmen mit versteckter Kamera in einer Düsseldorfer Arztpraxis. Dabei recherchierte ein RTL-Team, wie leicht man in Deutschland an verschreibungspflichtige und Sucht gefährdende Medikamente wie Psychopharmaka oder starke Schmerzmittel kommen kann. Nachdem die als Patientin auftretende Redakteurin vom Arzt auch ein entsprechendes Rezept erhielt und die Aufnahmen am 29. Juni 2009 in „EXTRA“ zum Thema „Gedopt am Arbeitsplatz“ verfremdet ausgestrahlt wurden, versuchte der Arzt ein grundsätzliches Verbot der Anfertigung von Aufnahmen in seiner Praxis zu erwirken.

Prof. Dr. Elmar Schuhmacher: „Das Urteil des OLG belegt, dass RTL hier rechtmäßig agiert, wenn man auch weiterhin im Interesse der Zuschauer solche Drehs macht. Das von RTL erstrittene Urteil garantiert den elektronischen Medien auch weiterhin die Freiheit solcher Recherchemethoden.“

 
20 Jahre Photoshop PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arni   
Samstag, den 27. Februar 2010 um 15:30 Uhr

Am 19.Februar 1990 erblickte die erste Version des heute nicht mehr aus der modernen Bildbearbeitung wegzudenkenden Werkzeugs Adobe Photoshop das Licht der Welt. Was im Jahr 1987 als einfache Anwendung zur Anzeige von Graustufenbildern auf einem Schwarz-Weiß-Bildschirm begann, entwickelte sich kontinuierlich zum innovativen Gesamtpaket für digitale Bildbearbeitung mit über 10 Millionen Nutzern weltweit.

"Vor 20 Jahren ging Adobe davon aus, etwa 500 Exemplare von Photoshop pro Monat zu verkaufen", so Photoshop-Miterfinder Thomas Knoll. "Rückblickend kann man sagen, dass diese Prognose weit übertroffen wurde! Es ist unglaublich, dass Millionen von Menschen die Software heute im Einsatz haben. Wir wussten damals, dass wir eine wegweisende Technologie in unseren Händen halten. Aber wir hätten niemals erwartet, dass sie einen so großen Einfluss auf die Bilder, die wir um uns herum sehen, haben würde. Die Möglichkeit, jemanden einfach innerhalb eines Bildes zu platzieren, war nur der Anfang der Magie, die Photoshop heute umgibt."

Zum ersten Mal seit 18 Jahren traf sich jetzt das erste Photoshop-Team zu Brot und Wein und diskutierte über seine frühe Arbeit an der Software und präsentiert Photoshop 1.0 auf einem Macintosh-Computer.




Photoshop 20th Anniversary


 
WDR mediagroup investiert in digitales Archivierungssystem PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arni   
Freitag, den 26. Februar 2010 um 18:00 Uhr

Die WDR mediagroup digital GmbH, ein Unternehmen der WDR mediagroup, dem kommerziellen Mediendienstleister des WDR, hat beim Schweizer Unternehmen JORDI AG Communication das digitale Archivierungssystem A.D.A.M (Automated Digital Archive Migration) bestellt. Man will zukünftig mit A.D.A.M das bestehende Videoarchiv des WDR in ein digitales, filebasiertes Archiv überführen. Dabei sollen die vorliegenden Kassetten-Formate Betacam, Betacam SP, Betacam SX, Digital Betacam und IMX in das IT-taugliche MXF-Dateiformat umgewandelt werden.

„Unsere Aufgabe ist es, die Programminhalte des WDR auch technisch dauerhaft und zukunftsfest für die Zuschauer zu erhalten. Um dies so wirtschaftlich wie möglich zu realisieren, haben wir uns für A.D.A.M entschieden. Mit diesem weltweit einzigartigen System können wir die Digitalisierung effizient umsetzen“, erläutert Friedrich Reusch, Geschäftsführer der WDR mediagroup digital.

A.D.A.M wurde auf Basis eines Standard-Industrieroboters entwickelt und ermöglicht dadurch kosteneffizientes und leistungsfähiges Arbeiten. Das komplette System benötigt für seinen Betrieb eine Stellfläche von 25 m² und der Industrieroboter selbst bringt eine viertel Tonne Eigengewicht auf die Waage. Es können bis zu 740 Kassetten für einen automatisierten Digitalisierungsvorgang zwischengelagert werden, so dass ein völlig autonomes Arbeiten von drei Tagen ohne jeglichen Eingriff durch den Menschen möglich ist. Damit können laut Hersteller pro Jahr maximal 40.000 Stunden Videomaterial digitalisiert werden.

Vor dem eigentlichen Digitalisierungsvorgang werden die Bänder zunächst von Staub und Abrieb gereinigt und auf Spurdefekte geprüft. Während der Digitalisierung wird jede Spur (Bild, Ton und Timecode) einzeln überprüft und in einem Logfile abgelegt. Diese werden vom System analysiert, welches zudem überprüft, ob die Spuren auf dem Tape ein einwandfreies Kopieren zulassen. Sollte dem nicht so sein, wird nach einer erneuten Reinigung des Bandes der Digitalisierungsprozess nochmals durchlaufen.

Die Zuführung der Kassetten zur Digitalisierung erfolgt dann mittels eines Ein-/Ausgangs-Karussells. Der Roboterarm greift sich die zwischengelagerte Kassette aus dem Karussell und verbringt diese in eine IMX-Abspielmaschine von Sony. Dort angekommen, stellt das System selbstständig Beginn und Ende der Aufzeichnung fest — sowohl bei Einzelbeiträgen wie bei Sammelkassetten mit mehreren Beiträgen. Daraus wird ein Bandinhaltsverzeichnis generiert und eine 1:1-Kopie einer jeden Kassette im MXF-Format erzeugt. Hierbei wird eine Videodatenrate von 50 Mbps im I-Frame only-Modus benutzt. Die so erzeugten MXF-Files werden dann auf Datenbänder überspielt, die zusammen mit einer Migrations-Dokumentation den Output von A.D.A.M darstellen.



Quelle: JORDI AG - Communication

 
Olympiastudio aus Leipzig PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: MCA   
Dienstag, den 09. Februar 2010 um 16:00 Uhr

MCA baut Studiosets für ARD und ZDF

Zwölf Container mit Material haben noch im alten Jahr Leipzig verlassen – ihr Ziel, das winterliche Vancouver.
Ihr Inhalt: Die Einzelteile für das Sendestudio von ARD und ZDF bei den olympischen Winterspielen 2010.

Seit Anfang Januar ist auch Jörg Seliger in Vancouver vor Ort. Er ist Projektleiter bei der MCA und hat den Kulissenbau von Beginn an begleitet. Bereits im Spätsommer haben die Handwerker der MCA die Teile für die Studiosets gebaut. Im Auftrag des MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNKS, der für die ARD die Federführung für Vancouver 2010 hat.


Ornamente mit der Fräse

Im kanadischen Wintersportort wartete im Januar ein Team von MDR-Technikern, um das Sendestudio einzurichten. Jörg Seliger stand den Kollegen mit Rat und Tat zur Seite. Denn die Deko kam in vielen Einzelteilen. „Wir fertigen die Holzteile mit unserer computergesteuerten CNC-Fräse“, erklärt Seliger. So können beliebige Formen produziert werden. „Sogar die Ornamentwände konnten mit der CNC-Fräse realisiert werden.“

Je filigraner die Formen, desto komplexer sind natürlich die Herausforderungen beim Aufbau. Aber Jörg Seliger war bei den Arbeiten von Anfang an dabei und kannte so beim Aufbau jedes Detail.

Tolle Optik

In Kanada haben die Techniker neben dem Vancouver Sendestudio auch noch ein kleines, gläsernes Studio im 120 Kilometer entfernten Whistler errichtet. „Das ist ein Tageslichtstudio auf einem Hoteldach, so hat man ein Bergmassiv im Hintergrund. Das sieht sehr beeindruckend aus“, sagt Seliger.

Die Entwürfe für die Studios kommen von einer Schweizer Agentur. Im großen Sendestudio werden vor den Sendungen verschiedene Brandings auf den Grundbau aufgebracht. So haben die ARD-Sendungen unter MDR-Federführung und die Sendungen im ZDF jeweils einen eigenen Look. „Zum Beispiel werden die Sofabezüge und verschiedene Hintergrundelemente getauscht“, schildert Jörg Seliger.

Media City Atelier (MCA) GmbH

© Bild oben: MCA/Jörg Seliger, Bild unten: MDR/Axel Berger

 
Interview mit Kameramann Tobias Albrecht (Inas Nacht) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arni   
Freitag, den 23. Oktober 2009 um 11:00 Uhr

Ina Müller Die Idee hierzu entstand eines Abends völlig spontan, nachdem ich beim Zappen durchs Nachtprogramm plötzlich interessiert inne halten und mich ziemlich rasch vor Begeisterung einem mir bis dato unbekannten Fernseh-Format widerstandslos ergeben musste.

Was mich hier mit einem regelrechten Feuerwerk der guten Laune ansteckte, stellte sich nach einem kurzen Blick in den Videotext als "Inas Nacht" heraus. Doch nicht nur die Akteure vor der Kamera überzeugten mich. Auch die Bildästhetik trug offenbar in meinem Unterbewusstsein dazu bei, dass ich mich hier als jemand, der selbst hinter der Kamera steht, äußerst wohl fühlte.

Nun wollte ich mehr wissen. Wie lange gibt es die Sendung schon und wieso erfahre ich das erst jetzt? Zu gern hätte ich auch was über die Arbeit hinter den Kameras erfahren. Aber da ließ sich auf der offiziellen Internetseite nichts finden. Gut, sagte ich mir. Ich muss das selber machen. Wozu betreibe ich eigentlich ein Portal für Fernsehkameraleute, wenn man hier nichts über unsere Arbeit erfährt, die wir täglich zwar hinter den Blicken der Öffentlichkeit, aber dennoch nicht ungesehen verrichten.

Und so kam es, dass ich Kontakt zu unserem "Kollegen vor Ort" aufnahm und Kameramann Tobias Albrecht mit meinen Fragen löcherte. Doch lest selbst, was dabei herauskam.

Bildnachweis: © NDR/Morris Mac Matzen

Zum Interview...


 
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