Mittwoch, 08. Februar 2012
Lindenstraße: Making of Vor- und Abspann PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arnulf Dietzmann   
Mittwoch, den 23. November 2011 um 16:00 Uhr

Über die HD-Umstellung bei der Lindenstraße haben wir vor drei Monaten bereits berichtet. Heute wurden die Making of's zu den Dreharbeiten von Vor- und Abspann vorgestellt.




 
HD-Umstellung bei der Lindenstrasse PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arnulf Dietzmann   
Freitag, den 26. August 2011 um 16:00 Uhr

Die seit 1985 von der Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion und dem WDR produzierte ARD-Weekly-Soap Lindenstrasse wird ab kommender Woche in Full HD (1080p 25) produziert. Zum Einsatz kommen dabei zwei Kameras des Typs Sony PDW-F800. Aufnahmen für den neuen Vor- und Abspann wurden bereits in dieser Woche mit der neuen Technik gedreht. Ab dem kommenden Montag kommen dann auch die Darsteller in den Genuss des hochauflösenden Fernsehens.

Anfängliche Bedenken mancher Schauspieler, sie könnten aufgrund der detailierteren Auflösung schlechter wegkommen bzw. eine aufwendigere Maske benötigen, konnten nach ausgiebigen Kamera-Tests als unbegründet ausgeräumt werden. Die Hauttöne wirken sogar natürlicher als vorher.


Von einem problemlosen Übergang kann dagegen das Szenenbild mit seinen mehr als 90.000 Requisiten nur träumen. Beispielsweise musste der komplette Obst- und Gemüsebestand im italienischen Feinschmeckerladen "Alimentari" durch neuere, hochwertiger gefertigte Repliken ersetzt werden, da die künstlichen Äpfel, Birnen, Paprika und Tomaten, die dort zu Dutzenden in der Auslage prangen, allesamt eine winzige Schweißnaht auf ihrer Plastikhülle tragen.
Was die Kameras in SD-Auflösung noch großzügig ignorierten, sah für die PDW-F800 aus, als habe jemand mit dem Kuli nachgemalt.

Austrahlungstermin für die erste HD-Folge ist der 27. November 2011. Um 18.50 Uhr kann dann im Ersten fachmännisch begutachtet werden, ob die Spiegeleier, die "Mutter Beimer" seit Jahren bei Frust-Attacken in die Pfanne haut, dem Gütesiegel "HD-ready" Genüge leisten.

Bild: WDR

 
Prof. Dr. Fritz Sennheiser gestorben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sennheiser   
Dienstag, den 18. Mai 2010 um 15:00 Uhr

+++ Pressemitteilung +++

Wedemark, den 18. Mai 2010 – Nur wenige Tage nach seinem 98. Geburtstag ist Prof. Dr.-Ing. Fritz Sennheiser, Audiopionier und Gründer der heutigen Sennheiser electronic GmbH & Co. KG, am späten Abend des 17. Mai verstorben. Die Audiobranche hat eine menschlich und fachlich große Persönlichkeit verloren.

Mit seinem Unternehmen hat Prof. Dr. Fritz Sennheiser die Entwicklung der Tonübertragungstechnik entscheidend mitgeprägt, viele epochale Entwicklungen in Elektroakustik und Übertragungstechnik miterlebt und mitgestaltet. Unter seiner Ägide entstanden das erste Richtrohrmikrofon, der offene Kopfhörer und wichtige Entwicklungen in der drahtlosen Übertragungstechnik auf Funk- und Infrarotbasis. Seinen Entwicklern dabei die nötige „Spielwiese“ zu geben, war für Fritz Sennheiser selbstverständlich, ebenso, dass er neben der beträchtlichen Arbeit im und für das beständig wachsende Unternehmen sein Wissen an Studenten weitergab und auch sie für das Thema Elektroakustik Feuer und Flamme werden ließ. 1982 zog er sich aus der Leitung des Unternehmens zurück, die er in die Hände seines Sohnes Prof. Dr. sc. techn. Jörg Sennheiser legte.

Fritz Sennheiser blieb dem Unternehmen, das er im Sommer 1945 gegründet hatte, bis zuletzt verbunden und nahm stets regen Anteil am Unternehmensgeschehen. Seine Begeisterung für die Audiotechnik, seine kreative Neugier, gepaart mit einer heute nur noch selten anzutreffenden Bescheidenheit, Disziplin und einer Herzlichkeit und Großzügigkeit im Umgang mit Menschen, wird allen, die ihn kannten, ein Vorbild bleiben.

Die Geschichte der Elektroakustik in Europa bleibt untrennbar mit dem Namen Fritz Sennheiser verbunden.

Bild: Prof. Dr. Fritz Sennheiser (9. Mai 1912 – 17. Mai 2010) vor dem Gebäude, in dem er im Sommer 1945 das Unternehmen gründete

 
WDR mediagroup investiert in digitales Archivierungssystem PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arnulf Dietzmann   
Freitag, den 26. Februar 2010 um 17:00 Uhr

Die WDR mediagroup digital GmbH, ein Unternehmen der WDR mediagroup, dem kommerziellen Mediendienstleister des WDR, hat beim Schweizer Unternehmen JORDI AG Communication das digitale Archivierungssystem A.D.A.M (Automated Digital Archive Migration) bestellt. Man will zukünftig mit A.D.A.M das bestehende Videoarchiv des WDR in ein digitales, filebasiertes Archiv überführen. Dabei sollen die vorliegenden Kassetten-Formate Betacam, Betacam SP, Betacam SX, Digital Betacam und IMX in das IT-taugliche MXF-Dateiformat umgewandelt werden.

„Unsere Aufgabe ist es, die Programminhalte des WDR auch technisch dauerhaft und zukunftsfest für die Zuschauer zu erhalten. Um dies so wirtschaftlich wie möglich zu realisieren, haben wir uns für A.D.A.M entschieden. Mit diesem weltweit einzigartigen System können wir die Digitalisierung effizient umsetzen“, erläutert Friedrich Reusch, Geschäftsführer der WDR mediagroup digital.

A.D.A.M wurde auf Basis eines Standard-Industrieroboters entwickelt und ermöglicht dadurch kosteneffizientes und leistungsfähiges Arbeiten. Das komplette System benötigt für seinen Betrieb eine Stellfläche von 25 m² und der Industrieroboter selbst bringt eine viertel Tonne Eigengewicht auf die Waage. Es können bis zu 740 Kassetten für einen automatisierten Digitalisierungsvorgang zwischengelagert werden, so dass ein völlig autonomes Arbeiten von drei Tagen ohne jeglichen Eingriff durch den Menschen möglich ist. Damit können laut Hersteller pro Jahr maximal 40.000 Stunden Videomaterial digitalisiert werden.

Vor dem eigentlichen Digitalisierungsvorgang werden die Bänder zunächst von Staub und Abrieb gereinigt und auf Spurdefekte geprüft. Während der Digitalisierung wird jede Spur (Bild, Ton und Timecode) einzeln überprüft und in einem Logfile abgelegt. Diese werden vom System analysiert, welches zudem überprüft, ob die Spuren auf dem Tape ein einwandfreies Kopieren zulassen. Sollte dem nicht so sein, wird nach einer erneuten Reinigung des Bandes der Digitalisierungsprozess nochmals durchlaufen.

Die Zuführung der Kassetten zur Digitalisierung erfolgt dann mittels eines Ein-/Ausgangs-Karussells. Der Roboterarm greift sich die zwischengelagerte Kassette aus dem Karussell und verbringt diese in eine IMX-Abspielmaschine von Sony. Dort angekommen, stellt das System selbstständig Beginn und Ende der Aufzeichnung fest — sowohl bei Einzelbeiträgen wie bei Sammelkassetten mit mehreren Beiträgen. Daraus wird ein Bandinhaltsverzeichnis generiert und eine 1:1-Kopie einer jeden Kassette im MXF-Format erzeugt. Hierbei wird eine Videodatenrate von 50 Mbps im I-Frame only-Modus benutzt. Die so erzeugten MXF-Files werden dann auf Datenbänder überspielt, die zusammen mit einer Migrations-Dokumentation den Output von A.D.A.M darstellen.



Quelle: JORDI AG - Communication

 
Olympiastudio aus Leipzig PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: MCA   
Dienstag, den 09. Februar 2010 um 15:00 Uhr

MCA baut Studiosets für ARD und ZDF

Zwölf Container mit Material haben noch im alten Jahr Leipzig verlassen – ihr Ziel, das winterliche Vancouver.
Ihr Inhalt: Die Einzelteile für das Sendestudio von ARD und ZDF bei den olympischen Winterspielen 2010.

Seit Anfang Januar ist auch Jörg Seliger in Vancouver vor Ort. Er ist Projektleiter bei der MCA und hat den Kulissenbau von Beginn an begleitet. Bereits im Spätsommer haben die Handwerker der MCA die Teile für die Studiosets gebaut. Im Auftrag des MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNKS, der für die ARD die Federführung für Vancouver 2010 hat.


Ornamente mit der Fräse

Im kanadischen Wintersportort wartete im Januar ein Team von MDR-Technikern, um das Sendestudio einzurichten. Jörg Seliger stand den Kollegen mit Rat und Tat zur Seite. Denn die Deko kam in vielen Einzelteilen. „Wir fertigen die Holzteile mit unserer computergesteuerten CNC-Fräse“, erklärt Seliger. So können beliebige Formen produziert werden. „Sogar die Ornamentwände konnten mit der CNC-Fräse realisiert werden.“

Je filigraner die Formen, desto komplexer sind natürlich die Herausforderungen beim Aufbau. Aber Jörg Seliger war bei den Arbeiten von Anfang an dabei und kannte so beim Aufbau jedes Detail.

Tolle Optik

In Kanada haben die Techniker neben dem Vancouver Sendestudio auch noch ein kleines, gläsernes Studio im 120 Kilometer entfernten Whistler errichtet. „Das ist ein Tageslichtstudio auf einem Hoteldach, so hat man ein Bergmassiv im Hintergrund. Das sieht sehr beeindruckend aus“, sagt Seliger.

Die Entwürfe für die Studios kommen von einer Schweizer Agentur. Im großen Sendestudio werden vor den Sendungen verschiedene Brandings auf den Grundbau aufgebracht. So haben die ARD-Sendungen unter MDR-Federführung und die Sendungen im ZDF jeweils einen eigenen Look. „Zum Beispiel werden die Sofabezüge und verschiedene Hintergrundelemente getauscht“, schildert Jörg Seliger.

Media City Atelier (MCA) GmbH

© Bild oben: MCA/Jörg Seliger, Bild unten: MDR/Axel Berger

 
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