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Mittwoch, 08. Februar 2012
Aktion "Faires Geld für Bild und Ton" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arnulf Dietzmann, BVFK   
Samstag, den 07. Januar 2012 um 15:00 Uhr

Unter diesem Motto rief gestern der Bundesverband der Fernsehkameraleute e.V. anlässlich des Feiertags "Heilige Drei Könige" die freien Kamerateams in Bayern und Baden-Würtemberg dazu auf exemplarisch einen Feiertagszuschlag in Höhe von 100% des Honorars zu fordern – genau so, wie es in den Tarifverträgen für festangestellte Kameraleute vereinbart ist.

Zu einem bild- und medienwirksamen Umzug durch die Münchener Innenstadt versammelten sich gestern Nachmittag rund 80 Teilnehmer, darunter 20 mit Kamera und Ton-Angel bewaffnete EB-Teams. Ziel des inszenierten Presserummels um drei als "Heilige Könige" Verkleidete war Aufmerksamkeit zu erregen und auf die seit Jahren stagnierenden Honorare hinzuweisen, mit denen freiberuflich tätige Kameraleute und Assistenten seit 20 Jahren zu kämpfen haben.

Etliche neugierige Passanten begleiteten den Demonstrationszug vom Sendlinger Torplatz zum Rindermarkt und zeigten sich überrascht angesichts der dramatischen Lage der freien Kamerateams, welche die täglichen Bilder für Nachrichtensendungen und Magazinbeiträge liefern.

Im Anschluss an den Umzug lud der BVFK zu einer Podiumsdiskussion in den Münchner PresseClub ein, auf der unter anderem Ertunc Eren von connex.av und Dietmar Lyssy einem interessierten Publikum die aktuelle Situation darstellten, letzterer aus Produzentensicht. Der extra aus Köln angereiste Stefan Nowak beeindruckte mit einer ausführlichen Betrachtung über die Frage nach der Herkunft von Lebensmitteln, Kleidung und Bildern und stellte mit Belegen die Verteilung von vorhandenen Budgets in Frage. Dafür gab es brausenden Applaus. Moderator Wolfgang Nadvornik band auch den anwesenden Produzenten gut ein, der mit den Aspekten Leidenschaft und Qualität die Diskussion sehr bereicherte. Wolfgang Hannemann und Gerald Fritzen waren als Vertreter des BVFK-Vorstands dabei. Den Veranstaltern war es nach eigener Aussage wichtig und auch gelungen, klarzumachen, dass Kameraleute, Tonleute und die Produzenten im selben Boot sitzen und gemeinsam die besten Chancen haben, die Sender zu einem Umdenken zu bewegen.



Hintergrund der Aktion:

Ein Grundproblem sind die zu knappen Budgets, die die Sender für TV-Produktionen zur Verfügung stellen. Gleichzeitig zwingen sie mit immer neuen Anforderungen nach neuer Kameratechnik und Zubehör freie Kameraleute zu regelmäßigen Investitionen in immer kürzeren Abständen. Dabei steht vielen oft nicht einmal genügend Einkommen zur Verfügung um eine Familie zu ernähren, geschweige denn, eine Rente zu finanzieren. Altersarmut ist vorprogrammiert. Im Krankheitsfall oder bei Arbeitslosigkeit tauchen selbstständige Kameraleute in keiner Statistik auf und werden dann automatisch zu Hartz-4-Empfängern.

Viele weitere Aspekte, wie Versicherungen, Rechtsschutz und die Notwendigkeit eines funktionierenden Informationsaustausches wurden erörtert. Die Wichtigkeit eines definierten Berufsbildes und eines beruflichen Selbstbewusstseins wurde besonders hervorgehoben. Der BVFK bietet seit 2009 die dafür nötigen Strukturen. Das Ziel ist ein Dialog und eine vernünftige Koexistenz von Auftraggebern, Senden und Kameraleuten.


Inszenierter Presserummel ...

... um die Heiligen Drei Könige

Podiumsdiskussion im PresseClub


Fotos: Kersten Hüttner


/ Update 30.01.2012




 
BVFK-Vorsitzender tritt zurück PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arnulf Dietzmann, BVFK   
Freitag, den 09. Dezember 2011 um 18:20 Uhr

Logo BVFK




Wie gestern Abend bekannt wurde, tritt Hans-Joachim Esser-Mamat von seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Bundesverbandes der Fernsehkameraleute zum 31.12.2011 zurück. Eine erste offizielle Stellungnahme des Vorstands zum überraschenden Rückzug Esser-Mamat's erreichte uns heute schriftlich.

Der mit 114 Zugängen, allein in 2011, stetig wachsende Verband mit inzwischen über 350 Mitgliedern und damit zunehmenden Aktivitäten erfordert wachsende Kapazitäten und eine kontinuierlich verbesserte Struktur.
In seiner Doppelfunktion als 1. Vorsitzender und Geschäftsführer der IFFMA war die Bewältigung der Aufgaben nicht mehr zu leisten, so dass sich Vorstand und 1.Vorsitzender zu einer einvernehmlichen Trennung entschlossen haben.
Die Position wird bei der nächsten, zeitnahen Mitgliederversammlung durch Wahl neu besetzt.
Interimsweise wird der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Aus und Weiterbildung, Frank Trautmann in den Vorstand kooptiert, der die Geschäfte mit dem 2. Vorsitzenden Wolfgang Hannemann und dem Kassierer Sven Schaale weiter führt.

Der Vorstand bedankt sich bei Hans-Joachim Esser-Mamat für seine in den letzten drei Jahren geleistete Pionierarbeit beim Aufbau unseres Verbandes und wir freuen uns, dass er auch in Zukunft mit seinem Wissen und Rat den Verband unterstützen wird.

Deutschland, d. 9.12.2011
der Vorstand des BVFK


 
Lindenstraße: Making of Vor- und Abspann PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arnulf Dietzmann   
Mittwoch, den 23. November 2011 um 16:00 Uhr

Über die HD-Umstellung bei der Lindenstraße haben wir vor drei Monaten bereits berichtet. Heute wurden die Making of's zu den Dreharbeiten von Vor- und Abspann vorgestellt.




 
Schweizer Fernsehen im kommenden Jahr in HD PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arnulf Dietzmann   
Donnerstag, den 17. November 2011 um 17:00 Uhr

SRG SSR Die Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR) will im kommenden Jahr sechs ihrer acht öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme im hochauflösenden HDTV-Format 720p/50 ausstrahlen. Dabei sollen die sechs betroffenen Sender SF 1, SF 2, TSR 1, TSR2, RSI LA 1 und RSI LA 2 bis voraussichtlich Ende 2015 auch gleichzeitig in der gewohnten SD-Qualität erhalten bleiben (Simulcast). Der Betrieb des Test- und Promotionsenders "HD suisse" wird am 31. Januar 2012 eingestellt

Da das Produktionsformat der SRG SSR nach wie vor das größere, dafür aber halbbild-generierende 1080i/25 bleiben wird, kommen für die Wandlung zum fertigen Sendesignal leistungsfähige Konverter zum Einsatz, die nach Angaben des Senders praktisch ohne Qualitätsverlust arbeiten sollen.

Die ab dem 29. Februar 2012 empfangbaren hochauflösenden TV-Sender werden nach Angaben der Radio- und Fernsehgesellschaft via Satellit, Kabelnetz und IPTV verbreitet und sollen meist ohne Zusatzkosten im digitalen Grundangebot enthalten sein. Jeder Sender wird neben einem Teletext-Angebot auch über zwei Stereo-Kanäle, sowie einen dritten Kanal für Surround-Ton verfügen.

 
HD-Umstellung bei der Lindenstrasse PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Arnulf Dietzmann   
Freitag, den 26. August 2011 um 16:00 Uhr

Die seit 1985 von der Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion und dem WDR produzierte ARD-Weekly-Soap Lindenstrasse wird ab kommender Woche in Full HD (1080p 25) produziert. Zum Einsatz kommen dabei zwei Kameras des Typs Sony PDW-F800. Aufnahmen für den neuen Vor- und Abspann wurden bereits in dieser Woche mit der neuen Technik gedreht. Ab dem kommenden Montag kommen dann auch die Darsteller in den Genuss des hochauflösenden Fernsehens.

Anfängliche Bedenken mancher Schauspieler, sie könnten aufgrund der detailierteren Auflösung schlechter wegkommen bzw. eine aufwendigere Maske benötigen, konnten nach ausgiebigen Kamera-Tests als unbegründet ausgeräumt werden. Die Hauttöne wirken sogar natürlicher als vorher.


Von einem problemlosen Übergang kann dagegen das Szenenbild mit seinen mehr als 90.000 Requisiten nur träumen. Beispielsweise musste der komplette Obst- und Gemüsebestand im italienischen Feinschmeckerladen "Alimentari" durch neuere, hochwertiger gefertigte Repliken ersetzt werden, da die künstlichen Äpfel, Birnen, Paprika und Tomaten, die dort zu Dutzenden in der Auslage prangen, allesamt eine winzige Schweißnaht auf ihrer Plastikhülle tragen.
Was die Kameras in SD-Auflösung noch großzügig ignorierten, sah für die PDW-F800 aus, als habe jemand mit dem Kuli nachgemalt.

Austrahlungstermin für die erste HD-Folge ist der 27. November 2011. Um 18.50 Uhr kann dann im Ersten fachmännisch begutachtet werden, ob die Spiegeleier, die "Mutter Beimer" seit Jahren bei Frust-Attacken in die Pfanne haut, dem Gütesiegel "HD-ready" Genüge leisten.

Bild: WDR

 
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